Foxi, Jussuf, Edeltraud

von und mit Markus John

Premiere 10/04/2018

MalerSaal

Dauer: Zwei Stunden. Keine Pause

Foxi (59, Taxifahrer):
"Man soll nie so sich unterschätzen selber ‒ man is nix ‒ das is ein Fehler!"

Jussuf (48, Museumswärter):
"Meine Mutter ist für mich praktisch alles."

Edeltraud (74, Vorstandswitwe):
"Ich will auch gar keine Rolle spielen, oder so. Es ist einfach: ich bin ich und das genügt."

An diesem Abend kommt kein Autor zu Wort. Das gesamte Textmaterial basiert auf Interviews, die Markus John persönlich mit Menschen geführt hat, die er zufällig ausgewählt und vorher nicht gekannt hat. Dabei kommen authentische Lebensgeschichten heraus; Menschen äußern sich in einer Sprache, die sonst auf dem Theater wenig Gehör findet. Es zeigt sich, wie komplex das Leben der Einzelnen ist: Es geht um positive Gene, Picasso und Zuhälterei, DDR, Demenz und Schwulsein, um Integration und Knast und Krebs und Krupp, Boxerbuden, uneheliche Kinder, Schlägereien, um Stalingrad, Provinz und Offenheit.
Es zeigt sich, wie wichtig das Zuhören ist und welche Kraft die Texte dabei entwickeln. Der Abend verzichtet bewusst auf große Theatermittel und besticht durch seine Reduktion auf das Wesentliche, getreu einem Zitat von Jim Jarmusch: „Ich würde lieber einen Film über jemand machen, der seinen Hund ausführt, als über den Kaiser von China.“

von und mit Markus John Kostüm: Therea Mielich Licht: Annette ter Meulen Dramaturgie: Götz Leineweber

Pressestimmen

aKT.

„Man kann nicht sagen, dass John zwischen den drei Figuren wechselt – er gleitet eher hinüber. Das ist ganz ruhig und magisch und kaum zu überschätzen.“

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