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Jugend ohne Gott

in einer Fassung von Hermann Book und Sonja Szillinsky

von Ödön von Horváth
Regie: Klaus Schumacher
Premiere am 11/09/2026
Studio Wiesendamm
1 Stunde
20 Minuten
keine Pause
14+
Hermann Book liegt auf dem Boden in Embryonalstellung. Alles ist in ein blaues Licht getaucht. Er trägt eine dunkle Hose und Schuhe sowie ein helles Hemd und eine Brille. Sein Mund ist leicht geöffnet und seine Augen geschlossen.
Hermann Book sitzt an einem Holztisch, über ihm leuchtet eine Hängelampe, zu der er aufblickt. Unter einer braunen Weste trägt er ein helles Hemd. Seine Hände liegen auf dem Tisch. Sein Mund ist geöffnet. Der Hintergrund und Boden sind schwarz.
Ein großer rechteckiger Holztisch steht auf schwarzem Boden, vor einem schwarzen Hintergrund. Darauf steht Hermann Book, gekleidet in brauner Hose, braunen Lederschnürschuhen, brauner Weste und weißem Hemd darunter. Er schaut nach oben, sein Mund ist geöffnet. Hinter dem Tisch steht ein Holzstuhl.
Hermann Book steht mit einem Blatt Papier in der Hand und der anderen offenen Hand erhoben vor einem schwarzen Hintergrund. Er hat den Mund geöffnet, schaut nach unten. Licht strahlt von oben und taucht die Szene in eine warme, braune Atmosphäre.
Hermann Book steht halb versteckt hinter einer schwarzen Wand, alles außer ihm ist dunkel. Er lugt hervor, trägt ein weißes Hemd, eine Brille und Hosenträger.
Hermann Book lehnt sich mit beiden Unterarmen auf einen Holztisch. Seine Hände sind verschränkt. Unter einem braunen Sakko trägt er ein helles Hemd, außerdem trägt er eine Brille. Beide Hände liegen auf dem Tisch. Sein Mund ist geöffnet, er schaut rechts an der Kamera vorbei. Neben ihm steht ein Holzstuhl mit Rollen auf dem Tisch. Der Hintergrund ist schwarz.
Ein großer rechteckiger Holztisch steht auf schwarzem Boden, vor einem schwarzen Hintergrund. Darauf sitzt Hermann Book, gekleidet in brauner Hose, braunen Lederschnürschuhen, brauner Weste und weißem Hemd darunter. Er stützt sich auf seine Arme, seine Füße heben ab. Links neben ihm auf dem Tisch steht eine geöffnete Ledertasche. Sein Mund ist geöffnet und seine Augen schauen links an der Kamera vorbei in die Ferne.
Hermann Book sitzt an einem Holztisch, nur sein Oberkörper und Kopf sind zu sehen. Unter einer braunen Weste trägt er ein helles Hemd. Beide Hände liegen auf dem Tisch. Sein Mund ist geschlossen, er schaut in die Kamera. Der Hintergrund ist schwarz.

„Es kommen kalte Zeiten, das Zeitalter der Fische. Da wird die Seele des Menschen unbeweglich wie das Antlitz eines Fisches.“ Ein Lehrer beobachtet, wie sich die menschenverachtende NS-Ideologie bei seinen Schülern verfestigt. Seine eigene Überzeugung – dass allen Menschen gleiche Rechte zustehen sollten – findet in diesem totalitären Regime keinen Platz. Dadurch gerät er zunehmend in Konflikte, die ihn immer wieder vor die Wahl zwischen Anpassung und Widerspruch stellen.

Als der Lehrer seine Klasse zu einem vormilitärischen Zeltlager in die Berge begleiten muss, das zur Kriegstüchtigkeit der Jugendlichen beitragen soll, kommt es zur Katastrophe: Ein Schüler wird ermordet aufgefunden und es beginnt eine Kriminalgeschichte, in deren Verlauf Fragen von Schuld, Verantwortung und Aufrichtigkeit verhandelt werden. Der Druck auf den Lehrer steigt, denn es gibt etwas, das er verschweigt.

Ödön von Horváths Roman erscheint 1937 in einem Exilverlag und wird von den Nationalsozialisten umgehend verboten. Er beschreibt eine Gesellschaft, die sich auf Härte und Gehorsam gründet und deren Wahrheitsbegriff vom System vorgegeben wird. Schauspieler Hermann Book und Regisseur Klaus Schumacher nähern sich in einem eindringlichen Monolog der Perspektive des Lehrers, einer ambivalenten Figur, die zwischen Mitläufertum und dem Wunsch, nach eigenen Wertvorstellungen zu handeln, schwankt.

Empfohlen für die Klassenstufen 9-13

 

Wir möchten darauf hinweisen, dass in der Inszenierung Gewalt, Rassismus, Tod und Suizid thematisiert werden. Es wird ein Mord beschrieben.

Extras zur Inszenierung

Hermann Book steht mit einem Blatt Papier in der Hand und der anderen offenen Hand erhoben vor einem schwarzen Hintergrund. Er hat den Mund geöffnet, schaut nach unten. Licht strahlt von oben und taucht die Szene in eine warme, braune Atmosphäre.
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Pressestimmen

Hamburger Abendblatt

„ein Abend höchster Intensität“

„[D]ie Inszenierung in der Regie von Klaus Schumacher offenbart, warum [der Roman] wichtiger denn je ist. Die Themen, die hier verhandelt werden, sind beklemmend aktuell.“

„Hermann Book stemmt den Abend […] im Alleingang. Neben dem Lehrer spielt er mühelos weitere Schüler, Eltern, Barbekanntschaft, und Gerichtspersonal. Manchmal wechselt Book dafür nur die Tonlage seiner Stimme. Die in seinen Körper eingeschriebenen Gefühlszustände und Gedankengänge des Lehrers gelingen ihm besonders eindringlich.“

„Die Inszenierung zeigt, was uns bis in die innersten Bereiche des Lebens hinein blüht, wenn Nationalsozialisten an die Macht kommen.“ (Annette Stiekele)

Theaterzeit Hamburg

„Dass das Junge Schauspielhaus dieses Thema aufgreift, ist […] so konsequent wie mutig. Mutig insofern, als die 80minütige pausenlose Inszenierung ausschließlich von Book bestritten wird und von jungen Menschen – deren Aufmerksamkeitsspanne bekanntlich überschaubar ist – ein hohes Maß an Konzentration erfordert. Das allerdings lohnt sich unbedingt, denn die Inszenierung fesselt und Book ist fantastisch.“ (Susanne Oehmsen)