Fucking fucking schön
in einer Fassung von Mathias Spaan und Sonja Szillinsky
„Das erste Mal jemanden küssen? Das erste Mal Hand in Hand spazieren gehen? Das erste Mal nackt sein mit jemandem? Das erste Mal jemanden zwischen den Beinen berühren? Das erste Mal einen Orgasmus haben? Was genau meinst du, wenn du mich fragst, ob ich mein ERSTES MAL schon gehabt habe?“
Alle reden über Sex. Oder vielmehr: über ein bestimmtes Bild davon, das sich gesellschaftlich und medial verselbstständigt hat und Druck aufbaut. Aber was bedeutet es wirklich, die eigene Sexualität zu entdecken? Der vielfach ausgezeichneten Dramatikerin und Jugendbuchautorin Eva Rottmann gelingt es in ihrem für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierten Erzählband Fucking fucking schön, ihre Figuren authentisch und empowernd von ihren ersten sexuellen Erfahrungen erzählen zu lassen. Es geht um Scham, Überforderung, Unsicherheit, Neugier, Selbstbestimmung – um Glück und auch um Schmerz. Statt einer Vorstellung davon gerecht zu werden, wie „es sein müsste“, finden ihre Figuren heraus, was ihnen selbst gefällt – und dass es manchmal Mut braucht, darüber zu sprechen.
In den bildstarken Inszenierungen lauwarm, Hitze, Romeo und Julia und Krabat hat Regisseur Mathias Spaan mit seinem künstlerischen Team stets einen überzeugenden Ton für die Herausforderungen, denen sich Jugendliche stellen müssen, getroffen. Mit Fucking fucking schön setzen sie diese Auseinandersetzung fort – unverstellt und gegenwärtig.
Empfohlen für die Klassenstufen 9-13