Zur vorherigen Seite

Momo (10+)

in einer Fassung von Sophie Glaser und Stanislava Jević

von Michael Ende
Premiere am 17/01/2026
Große Bühne Wiesendamm
1 Stunde
30 Minuten
keine Pause
Victoria Kraft steht vor weißen Bühnenbildelementen. Sie trägt dunkle Haare, die zurückgebunden sind. Sie trägt eine Strumpfhose, eine dunkelrote kurze Hose, ein grünes Oberteil, das mit bunten Stern-Applikationen besetzt ist und eine braune Lederjacke mit einem Fellkragen. Sie hat beide Arme rechts und links von sich auf Kopfhöhe ausgebreitet und schaut Richtung Publikum.
Das Ensemble steht vor großen weißen Bühnenbildteilen. Christine Ochsenhofer und Victoria Kraft stehen im Hintergrund links im Bild. Anastasia Lara Heller, Parsa Yaghoubi Pour und Silvio Kretschmer stehen vorne. Sie schauen erstaunt in die Ferne, Richtung Publikum. Parsa und Anastasia tragen beide eine große Brille aus Pappe. Anastasia hält eine Kamera in der Hand, sie ist ebenfalls aus Pappe. Silvio hält einen durchsichtigen Regenschirm und ein kleines Megafon in der Hand.
Parsa Yaghoubi Pour, Silvio Kretschmer, Anastasia Lara Heller und Christine Ochsenhofer sitzen vorne an der Bühne. Sie haben den Mund leicht geöffnet und schauen Richtung Publikum. Hinter ihnen große helle Bühnenbildteile, auf ihrem Schoß liegt eine große durchsichtige Plane. Victoria Kraft steht zwischen ihnen und hält eine große Flagge an einem Stab in beiden Händen, die sie in die Höhe streckt.
Parsa Yaghoubi Pour und Hermann Book stehen sich gegenüber und schauen sich ins Gesicht. Zwischen ihnen ein Bühnenbildteil, dass ihnen ungefähr bis zur Hüfte reicht. Die Umgebung ist dunkel, nur die beiden Schauspieler stehen im Licht. Parsa trägt eine große, graue Perücke mit Locken. Beide tragen dunkle Sonnenbrillen und den gleichen Anzug, der grau-kariert ist. In ihren Händen halten sie Zigarren-artige Gegenstände, die qualmen.
Victoria Kraft und Anastasia Lara Heller stehen sich gegenüber. Während Victoria mit aufgerissenen Augen zur Seite starrt, blickt Anastasia nach unten auf ihre Hände, die an Victorias Armbanduhr fassen. Victoria trägt eine dunkelbraune Felljacke und Anastasia eine lilafarbene Perücke und über eine lilafarbene Anzugjacke einen Gürtel bestehend aus Armbanduhren.
Christine Ochsenhofer, Hermann Book und Silvio Kretschmer stehen nebeneinander in einer Reihe. Unter ihren karierten Anzügen tragen sie sehr breite Schulterpolster. Alle drei haben Sonnenbrillen auf und Zigarren in den Händen. Hermann in der Mitte hält einen Ausweis in der Hand.
Parsa Yaghoubi Pour, Christine Ochsenhofer, Anastasia Lara Heller, Silvio Kretschmer und Victoria Kraft stehen als Gruppe zusammen. Während Christine einen Besen in die Luft hält, halten Parsa, Anastasia und Victoria Pappschilder in die Höhe. Sie blicken alle starr in eine Richtung und haben die Münder geöffnet.
Im Nebel stehen Christine Ochsenhofer, Silvio Kretschmer und Hermann Book in der Mitte der Bühne. Sie tragen alle drei karierte Anzüge und darunter sehr breite Schulterpolster. Sie halten Fahrradlenker mit Lampen in den Händen, die durch den Nebel scheinen und damit Victoria Kraft ins Visier nehmen, die hinter einer Mauer hervorschaut.

„Unauffällig hatten sie sich im Leben der großen Stadt und ihrer Bewohner festgesetzt. Und Schritt für Schritt, ohne dass jemand es bemerkte, drangen sie täglich weiter vor und ergriffen Besitz von den Menschen.“

In einer vergessenen Theaterruine am Rande unserer Stadt taucht es plötzlich auf: das Kind Momo. Momo besitzt eine besondere Gabe: Sie hört so aufmerksam zu, dass die Menschen bei ihr erkennen, wer sie eigentlich sind. So gewinnt Momo Freund*innen unter Jung und Alt – sie spielen miteinander und feiern das Leben. Doch plötzlich weht ein aschgrauer Wind durch die Stadt und ergreift unmerklich Besitz von den Menschen. Unerkannt breitet sich die Armee der Grauen aus, die den Menschen ihre Lebenszeit stehlen wollen. Nur Momo durchschaut ihren Plan. Mit Hilfe der Schildkröte Kassiopeia und des Zeithüters Hora, die sie in die Geheimnisse des Lebens, der Sterne und der Zeit einweihen, versucht sie, die gestohlene Lebenszeit der Menschen wieder zu befreien.

Michael Endes Klassiker, erschienen 1973 und vielfach für die Bühne adaptiert, wird zu Recht als Meisterwerk gefeiert, das die universell-fantastischen Dimensionen des Menschseins mit aktueller Kapitalismuskritik verbindet. Vor dem Hintergrund jüngster Entwicklungen – Machtkonzentration durch die Tech-Konzerne, den Einfluss von Social Media, KI und die fortschreitende Klimakrise – gewinnen Endes fantastische Bildwelten eine nie dagewesene gesellschaftliche Brisanz. Die junge Nachwuchsregisseurin Sophie Glaser wird mit ihrem Team eine besondere Bühnenfassung schaffen, die die philosophischen Erzählräume und gewaltigen Traumlandschaften Endes mit großer szenischer Fantasie für alle Menschen ab 10 Jahren auf die Bühne bringt.

Ermöglicht durch die Freunde des Deutschen SchauSpielHauses e. V.

  • Freunde des DSH Logo